Da ist es schon wieder – das Gefühl, irgendwie mehr zu wollen. Ich bin halt irgendwie ein Technik-Junkie und brauche immer was neues. Sogar vor dem Hintergrund, in diesem Jahr eigentlich kaum Fotografiert zu haben. Und der letzte Beitrag war an dem letzten RAW meiner D7000 entstanden – die hat wirklich erst 14.000 Klicks.

Aber irgendwie möchte ich dann doch FX – mehr eben. In der Hoffnung, damit dann am Ende auch wieder mehr zu machen. Mit dem neuen Blog-Design habe ich jedenfalls wieder richtig Lust darauf und möchte immer mehr machen. Momentan bin ich so hoch motiviert, dass mich eigentlich nur das schlechte Wetter stoppen kann. Ich sehe überall Motive und möchte viel mehr machen.

Also muss Vollformat ins Haus – aber was genau? Ich habe ein Auge auf die Nikon D610 geworfen. Dann muss aber etwas Equipment weichen. Zwei Objektive und die D7000 wären dann über und müssten verkauft werden. Also wie hoch wäre dann der finanzielle Aufwand? Hier mal die aktuellen Werte laut Gebrauchtpreisliste.

  • 440 € – D7000
  • 330 € – Sigma 30mm 1.4 EX DC
  • 265 € – Sigma 10-20mm 4.0-5.6

Das macht in Summe 1.035 €. Eine D610 bekommt man gebraucht schon ab 1.250 €. Das heißt, dass ich gerade einmal um die 215 € für die D610 zahlen würde. Schon verlockend – aber dafür habe ich unterm Strich auch nur noch eine 50mm 1.4 und ein 85mm 1.8. Dafür kann ich meinen SB900 weiter nutzen. Aber dann wäre mein geliebtes 10-20mm weg – und das für FX zu ersetzen ist ebenfalls relativ kostspielig. Ungefähr 1.000 € muss man dann schon investieren. Ein 16-36 4.0 kostet gebraucht auch noch stolze 700 €.

Die Frage ist außerdem, ob der Wechsel von der D7000 auf die D610 überhaupt ein Quantensprung ist. In Sachen ISO-Performance merkt man angeblich eh erst ab ISO 6.400 einen Unterschied. Was ich mir wünsche, ist eben der FX-Look.

Jetzt hatte ich als zweite Alternative die Sony Alpha A7R im Auge – diese kostet neu 1.680 €. Also eigentlich das gleiche, wie die D610 neu. Da ich dann alles verkaufen müsste, kommt das ebenfalls zum Budget hinzu.

  • 260 € – Sigma 50mm 1.4 EX DG
  • 225 € – Nikon 85mm 1.8 D
  • 235 € – Nikon SB900

Das sind weitere 720 €. Insgesamt also gerade einmal 1.755 €. Die Preise sind auch teilweise etwas zu hoch, da ein paar Komponenten schon ein paar Gebrauchsspuren haben. Aber okay. Neu ist also in jedem Fall raus. Denn dann würde ich mein komplettes Equipment gegen einen Body ohne Objektiv tauschen. Außerdem käme dann noch eine schöne Festbrennweite dazu – diese schlägt mit gut 900 € auch noch einmal gut in die Kasse. Puh.

So geil das Ding auch ist, und selbst wenn ich die A7R gebraucht bekomme, habe ich noch kein Objektiv. Irgendwie muss ich also bei Nikon bleiben, oder ich habe in jedem Fall größere Ausgaben vor mir.

Mich ärgert allerdings, dass Nikon nicht so richtig durchblicken lässt, welche Ziele sie so anstreben in nächster Zeit. Klar, mittlerweile weiß man, dass man den „Consumer“ auch in den Vollformat-Bereich drängen möchte. Aber in Sachen spiegellose Kameras passiert im Hause Nikon aktuell nicht viel.

Naja, morgen ist erst einmal Photokina angesagt – danach denke ich eventuell schon wieder ganz anders.