Irgendwie war ich mir nicht so sicher, ob dieser Beitrag nicht eher in meinen Technik- / IT-Blog gehört als hier her. Auf jeden Fall brauchte ich eine Backup-Lösung für meine Lightroom-Kataloge. Jetzt bin ich kein großer Fan von Time-Machine und möchte wirklich nur das sicher, was ich für wichtig halte. Die ganzen Programme habe ich im Ernstfall sicherlich schnell wieder per Hand installiert. Und warum künstlich die Backups aufblähen?

Die Lightroom-Backup-Funktion sicher ja auch irgendwie nur die Kataloginformationen und nicht die Ausgangsfotos bzw. RAW-Dateien. Oder ich habe die Funktion komplett falsch verstanden. Jedenfalls habe ich mir nun meine eigene (wirklich einfache Lösung) geschaffen: Ich dupliziere einfach alle Inhalte selbst per rsync auf eine andere Festplatte. Dabei handelt es sich um ein Unix-Tool, welches Verzeichnisse miteinander synchronisieren kann. Klingt einfach – ist es auch!

Damit ich den Befehl nicht jedes Mal erneut tippen muss, speichere ich das Ganze in ein Shell-Script.

Also eine neue Datei im zu sichernden Verzeichnis angelegt und den obigen Inhalt reinkopiert. Einmal kur erklärt:

  • -r bedeutet rekursiv. Das heißt, alles nach unten bis in das letzte Verzeichnis.
  • . (Punkt) ist die Quelle. In diesem Fall das aktuelle Verzeichnis. Natürlich kann man das Script auch wo anders hinlegen, dann muss man eben den Pfad so seinem Lightroom-Order angeben
  • Danach der Pfad ist das Ziel. In diesem Fall meine externe Festplatte mit dem Namen „Iomega HDD“
  • –delete bedeutet, dass er die Dateien im Zielverzeichnis auch gelöscht werden, falls diese in der Quelle nicht mehr existieren. Somit enthält das Backup-Verzeichnis immer genau den Stand, welchen man auch lokal hat. Möchte man Dateien die man Seit dem letzten Backup gelöscht hat in diesem behalten, lässt man diesen Teil einfach weg…

Insgesamt in 3 Minuten eingerichtet und glücklich sein – einfacher als ein normaler Lightroom-Backup. Außerdem lege ich momentan immer je Shooting einen neuen Katalog an – alle in einer Ordnerstruktur im selben Verzeichnis. Somit schiebe ich all diese Kataloge gleichzeitig ins Backup und muss das Ganze nicht je Katalog konfigurieren. Praktisch, oder?

Übervorsichtige Menschen könnten jetzt sogar einen Cron-Job anlegen, welcher das Script regelmäßig startet. Davon halte ich persönlich aber nichts, da

  • meine Festplatte natürlich nicht immer am Notebook angeschlossen ist
  • die Funktion eines Backups verloren geht, wenn man das Quellverzeichnis löscht und dann synchonisiert – denn dann ist alles weg.